Creative Technology Canvas

Im Laufe der vergangenen 15 Jahre haben wir eine Vielzahl digitaler Produkte entwickelt, ihren Launch und ihr Wachstum begleitet. Dabei wurde immer wieder ersichtlich, dass unser Ansatz sich von der klassischen Herangehensweise bei der Entwicklung einer Website oder Online-Anwendung unterscheidet.

Unsere Teams bestanden immer aus Kreativen und Technologen. Von Anfang an. Jeder hatte zu jedem Zeitpunkt dasselbe Mitspracherecht bei der Konzeption eines Produktes. Durch das Aufbrechen der vielerorts vorherrschenden Silos und das Einbringen der unterschiedlichen Disziplinen gelang es uns einerseits, frühzeitig die Machbarkeit einer Idee zu prüfen und andererseits aus technologischer Sicht Ansätze mit einzubringen, die dem Produkt das i-Tüpfelchen aufsetzten.

Diesen Prozess haben wir in unserem Creative Technology Canvas visualisiert. Ein Tool, das wir ganz analog an den Wänden unseres Offices nutzen und mit dem wir in der Konzeptphase gemeinsam arbeiten. Wie aber funktioniert unsere Methode konkret?

Am Anfang steht das Kundenbriefing. Gemeinsam definieren wir Ziele und Zielgruppen des zu entwickelnden Produktes. Die Zielgruppen brechen wir klassischerweise in Personas herunter. Mit der Beschreibung der einzelnen Personas, erfolgt bereits der erste Schritt im Analyse-Teil des Creative Technology Canvas: Wir definieren nicht nur demographische Merkmale, ihre Persönlichkeit, ihre Bedürfnisse und ihre Motivation, sondern auch ihre typischen Verhaltensweisen (z.B. Always on, geringe Aufmerksamkeitsspanne) und ihre gelernten Kommunikationsmechanismen (z.B. Instant Messaging, Videotelefonie).

How we live today

Zu weiteren soziologischen Einflüssen in unserem Canvas zählen die Themen Trends und Hype. Wir recherchieren stetig aktuelle Trends, neue Apps oder Plattformen, hot shit, über den jeder spricht. Dabei geht es uns nicht darum, auf einen Hype aufzuspringen, wie das hundertste Lockmodul für Pokémon Go Spieler bei unseren Kunden zu platzieren, sondern vielmehr zu verstehen, warum etwas für soviel Aufmerksamkeit sorgt, welche Mechanismen dahinterstecken und welche Bedürfnisse unserer Personas damit gestillt werden.

Der technologische Part des Creative Technology Canvas wird kontinuierlich durch sogenannte Know-How Sessions unterfüttert. Durch einen regelmäßigen Austausch zwischen unseren UX-Designern und Developern in Form kurzer Stand-Up Meetings, zu dem jemand ein aktuelles technologisches Thema auf den Tisch bringt, entwickeln wir uns kontinuierlich weiter und analysieren gemeinsam, wie diese Themen auf unsere digitalen Produkte einzahlen können. Das können neue vielversprechende CMS wie Grav sein, Neuigkeiten aus dem Bereich SEO wie Featured Snippets oder Rank Brain oder AMP.

Technology matters

In der Kreationsphase bringen wir diese Themen erneut auf den Tisch bzw. auf den Canvas. Zum einen geht es hier um die gerade beschriebenen Technologien, zum anderen auch um Patterns. Gelernte Mechanismen und Funktionen wie Scrolling, Swipen, Cards. Oder das Hamburger Icon, der Tinder-Swipe. Wichtig ist aus unserer Sicht, dem User eine konsistente User Experience zu bieten. Auch hier gilt es wieder abzuwägen, welche Patterns und Guidelines sinnvoll sind und die UX verbessern.

Dann ist da noch die Sache mit dem Interface. User nutzen nicht mehr nur ein Device, wie ihren Desktop Rechner, sondern Smartphones, Tablets, Wearables, you name it. Ein nicht unwesentlicher Faktor, der Einfluss auf Design und Funktion eines digitalen Produktes hat.

Last but not least hören wir immer wieder den Begriff Big Data. Aber am Ende muss man immer wieder feststellen, dass bei der Konzeption irgendwo die Frage nach dem „Welche Daten wollen wir sammeln? Wie wollen wir diese Daten auswerten? Und vor allem, wozu wollen wir sie dann nutzen?“ verloren gegangen ist. Deshalb ist das Thema Daten in der Anfangsphase des Produktdesigns ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Step by Step

Nach der Analysephase bringen wir die gesammelten Informationen zusammen und leiten daraus User Stories und Features ab. Diese sammeln wir im sogenannten Product Backlog, um im nächsten Schritt einen iterativen Produkt-Entwicklungsprozess aufzusetzen.

Den Creative Technology Canvas nutzen wir nicht nur für unsere Kundenprojekte, sondern bringen ihn und unsere Manpower auch bei Agenturen und Unternehmen ein, die Unterstützung im Kreationsprozess benötigen und bieten auch individuelle Workshops an, wie Technology-Driven Product Development funktioniert.

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